Bienen – die stillen Lebensretter

Warum wir Bienen fürs Überleben brauchen

Bienen liefern uns nicht nur Honig, der als natürliches Antibiotikum gilt. Ihr Kittharz, die Propolis, stärkt das Immunsystem und Blütenpollen ist eine Kraftnahrung. Und so „ganz nebenbei“ sind die fleißigen Bienen die wichtigsten Bestäuber unserer Nutzpflanzen und machen unsere Landwirtschaft, unsere Ernährung, sozusagen unser ganzes Leben, somit erst möglich.

Bienen sind offensichtlich für den Menschen unentbehrlich und trotzdem ist dieses Bewusstsein noch immer nicht überall hin eingedrungen, vor allem dorthin nicht, wo Monokulturen und Pestizideinsatz den Bienen das Leben kosten.

Bienen und andere Insekten tragen durch das Bestäuben wesentlich zur Nahrungsmittelproduktion bei. Etwa 80 Prozent unserer Nutzpflanzen sind auf Bestäuben angewiesen. Der deutsche Imkerbund veranschlagt den volkswirtschaftlichen Nutzen der Honigbiene mit etwa 2 Milliarden Euro jährlich.

Doch lässt sich der Nutzen der Biene überhaupt in einer Summe abtun? Sicherlich nicht, denn diese müsste doch, denkt man ans Überleben der Menschheit, viel höher sein; ja so immens hoch sein, dass wir sie gar nicht erfassen können. Da fallen die Einnahmen, die durch den Verkauf von Honig, Pollen und Co erwirtschaftet und damit gegengerechnet werden könnten, nicht ins Gewicht.

Es gibt einen Zweig in der Medizin, der sich der Bienenprodukte bedient: die sogenannte Apitherapie. Hier kommen Propolis, Bienengift, Bienenwachs, Pollen, Honig und Gelée Royale zur Anwendung um Krankheiten vorzubeugen bzw. die Heilungsvorgänge zu fördern. Selbst die Wegbereiter der modernen Medizin wie Hippokrates und Paracelsus bedienten sich des Honigs und anderer Bienenprodukte, um sie als Bestandteil von Mixturen für die Heilung von Krankheiten zu verwenden. Beispiele für Apitherapie sind z.B. die Anwendung von Bienengift zur Behandlung von Gürtelrose oder von Propolis zur Bekämpfung von Helicobacter pylori.

Honig

Honig wird schon immer wegen des süßen Geschmacks geschätzt und ist eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichem Zucker. Er liefert allerdings nicht nur Energie sondern gilt auch als Heilmittel. Honig wirkt laut Volksmedizin verdauungsfördernd und hilft bei Husten, Halsschmerzen und Nervosität. Wer kennt nicht das Hausmittel - warme Milch oder Zitronensaft mit Honig – das bei Erkältungen besonders wohltuend wirkt? Honig reinigt Wunden und beschleunigt die Wundheilung. Bei der Wundbehandlung mit verdünntem Honig regt das im Honig enthaltene Enzym Glucose-Oxidase die Bildung von Wasserstoffperoxid an, der eine bakterientötende Wirkung hat.

Mehr als 180 verschiedene Inhaltsstoffe sind bis heute im Honig nachgewiesen worden. Honig enthält essentielle Aminosäuren, Enzyme und Inhibine, das sind Stoffe mit antibakterieller Wirkung. Man findet Vitamine, Mineralstoffe, Flavonoide, Pollen, Tannine etc. Auch Acetylcholin ist in Honig enthalten, ein wichtiger Botenstoff für das Nervensystem. Hier zu behaupten, Honig wäre schlicht und einfach nur Zucker ist wohl wirklich falsch.

Propolis

Proplis ist das Bienenkittharz, mit dem diese fleißigen Tierchen ihren Stock sozusagen versiegeln, um ihn vor Infektionen und unerwünschten Eindringlingen zu schützen. Im Bienenstock herrscht ein optimales Klima für die Vermehrung von Krankheitserregern: feucht und warm (ca. 35°). Daher überziehen die Bienen ihre Einfluglöcher, die Innenseite der Bienenwaben und in den Bienenstock eingeschleppte Fremdkörper mit Propolis. Die Propolis hält Viren, Pilze und Bakterien fern. Daher bezeichnet man sie auch als natürliches Antibiotikum, da die antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung auch beim Menschen entfaltet wird. Propolis stärkt unsere Abwehrkräfte, wirkt entzündungshemmend und wundheilungsfördernd.

Propolis wird von den Bienen selbst hergestellt. Dazu sammeln sie die harzige Sub­stanz an Knospen und teilweise an den Wunden verschiedener Bäume. Dieses Harz wird dann zu Propolis weiterverarbeitet, indem es mit Wachs, Pollen und ätherischen Ölen angereichert wird. Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen sowie Bioflavonoiden (z.B. Chrysin, Galangin, Pinocembrin) uvm.

Je nach Herkunft und Jahreszeit und sogar auch abhängig vom Bienenvolk selbst, ist die Zusammensetzung der Propolis (über 200 Inhaltsstoffe sind bis jetzt schon analysiert worden) natürlichen Schwankungen unterworfen. Auch die Farbe variiert von grau, über gelb, rot bis hin zu schwarz.

Propolis wird bei Entzündungen aller Art (z.B. Abszesse, Erkältungskrankheiten, Rheuma, Schleimhautentzündungen), bei Sportverletzungen, Frauenleiden, zur Stärkung der Abwehrkräfte, Hautkrankheiten und bei Prostataleiden empfohlen.

Gelée Royale

Gelée Royale, der Futtersaft der Bienenkönigin, ist für seine stimulierenden, kräftigenden Eigenschaften bekannt.

Produziert wird Gelée Royale von den Ammenbienen (jugendliche Bienen im Alter von 4 bis 12 Tagen) und dient zur Ernährung der Bienenkönigin. Diese erhält damit ihre enorme Größe und Vitalität; sie wird etwa zweieinhalb mal so groß und lebt wesentlich länger als eine normale Arbeitsbiene und ist ein wahres Genie was ihre Eierlege-Leistung angeht (bis zu 2 Millionen Eier im Laufe ihres Lebens)

Gelée Royale enthält jede Menge hochwirksamer Vitalstoffe wie Vitamine, essentielle Aminosäuren, Mineralstoffe, hormonähnliche Stoffe, Enzyme etc. und ist damit ein wahrer Jungbrunnen für die Körperzellen. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass mit Hilfe von Gelée Royale die Sauerstoff-Aufnahme des Gewebes und der Stoffwechsel insgesamt verbessert werden. Gelée Royale steigert das Wohlbefinden, bessert die Stimmungslage, steigert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, stärkt die Abwehkräfte und hilft bei Erschöpfungszuständen.

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