Gute Nacht-Kräuter

Ein Beitrag der Kräuterexpertin „Fräulein Grün“

Erholsamer Schlaf ist die Quelle eines gesunden Lebens, denn ohne genügend Erholungszeit in der Nacht, beginnt unser Körper weniger gut zu funktionieren. Die Leistungsfähigkeit vermindert sich, das Wohlbefinden schwindet und wir werden anfälliger für Krankheiten. Deswegen verschlafen wir auch rund ein Drittel unseres Lebens. Keine verschwendete Zeit, ganz im Gegenteil.

Wie viel Schlaf ein jeder von uns benötigt ist individuell verschieden. Wichtig ist ein gesunder Schlaf, wo sich sämtliche Organsysteme erholen können und unser Immunsystem gestärkt wird.

Einschlaf- oder Durchschlafstörungen

Es gibt einen Unterschied zwischen Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Sobald Sie länger als 30 Minuten benötigen um sanft zu entschlummern spricht man von Einschlafstörungen.
Wachen Sie aber während der Nacht öfters auf spricht man von Durchschlafstörungen.

Kräuter für einen erholsamen Schlaf

Kräuter bieten eine gute Unterstützung um das Ein- und Durchschlafen zu unterstützen. Eines ist aber vorab wichtig zu wissen, im Gegensatz zu synthetischen Hilfsmitteln benötigen Kräuter Zeit und wirken nicht bereits beim ersten Tee in der Nacht. Ein bis drei Wochen sollte man an Geduld mitbringen. Welche Pflanze dabei die richtige ist, hängt von den individuellen Umständen der Schlafstörung ab. Eine kleine Übersicht der gängigsten Schlafkräuter soll Ihnen eine erste Hilfe sein.

Baldrian – der Klassiker

Geht es um eine natürliche Schlafdroge ist Baldrian oft das erste Kraut, das einem in den Sinn kommt. Die Wurzel hat einen besonderen Duft, den Katzen lieben. Ein Tee aus der Wurzel verkürzt die Einschlafzeit und hilft Menschen besonders dann, wenn es wegen nervösen Unruhezuständen zu Schlafstörungen kommt. Die beruhigende Wirkung des Baldrians macht sich auch am Tag bemerkbar, wo die Droge auch Schülern mit Prüfungsangst hilft. Angst- und Spannungszustände können oft eine Ursache für Schlafprobleme sein. Hier kann der Baldrian eine unterstützende Wirkung entfalten.

Lavendel – das Universalkraut

Lavendel wird in vielen Bereichen des Lebens eingesetzt. Ob als Insektenschreck, bei Verbrennungen oder in der Kosmetik. Eine weitere Fähigkeit des Lippenblütlers ist es, dass er bei Unruhezuständen und den einhergehenden Einschlafproblemen gute Wirkungen zeigt. Bereits der Duft in einem Kräuterkissen fördert den Schlaf. Ein weiterer Tipp: Ein warmes Lavendelbad kurz vor dem Zubettgehen.

Melisse – das Frauenkraut

Dem Kraut, das durch den erfrischenden Duft auch Zitronenmelisse genannt wird, wird nachgesagt, dass es „anmutige Träume“ macht. Tatsache ist, dass die Melisse vor allem dann eingesetzt werden sollte, wenn es durch Angstzustände oder nervöses Herzklopfen zu Schlafproblemen kommt. Verwendet werden kann auch das wertvolle ätherische Melissenöl in einem Diffuser oder der klassische Melissengeist.

Hopfen – der wirksame Zapfen

„Hopfen gibt dem Bier die Würze und dem Menschen die Ruhe.“ Denn neben dem wichtigsten Bestandteil im Bier kann die Pflanze vor allem auch das Einschlafen unterstützen. Die Hopfenzapfen entwickeln eine sedierende Wirkung, die wir über die Nase aufnehmen können. Vor allem bei Einschlafstörungen ist der Hopfen das perfekte natürliche Mittel in einem Kräuterkissen.

Auch wenn Pflanzen bei Ein- und Durchschlafstörungen eine gute Alternative zu Medikamenten bieten, sollten Sie darauf achten, diese nicht andauernd über einen langen Zeitraum einzunehmen. Gehen Sie dem Übel auf den Grund und sorgen Sie so für einen natürlichen und gesunden Schlaf. Bis dahin können Kräuter Sie wunderbar unterstützen.

Karina Reichl ist diplomierte Praktikerin der TEH (Traditionell Europäischen Heilkunde) und veröffentlicht jede Woche auf ihrem Blog „Fräulein Grün – Wiese, Wald & Wunder“ ein Rezept mit regionalen Kräutern zu den Themen Naturapotheke, Naturküche und Naturkosmetik. Dazu veranstaltet sie regelmäßig Kräuterkurse und -wanderungen. Alle Termine finden sie online aufwww.fräuleingrün.at
Fotos: Karina Reichl

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