LEXIKON - Klimawandel

Klimawandel

Welche Auswirkungen hat er auf die Psyche

Extreme Hitze, Unwetter, Waldbrände und ungewisse Zukunftsaussichten. So manch einer leidet unter der Klimakrise. Das psychische Wohlbefinden wird durch die ständigen Negativmeldungen beeinflusst und man spricht von der sogenannten „Klimaangst“. Experten fassen unter diesem Begriff alle seelischen Belastungen zusammen, die sich durch Umweltveränderungen ergeben.

Es lässt sich nicht leugnen! Die Natur ist im Wandel begriffen! Die gewohnte Pflanzen- und Tierwelt wird sich verändern und man muss immer mehr mit extremen Wetterereignissen rechnen. Hitze, Stürme, Starkregen mit Überschwemmungen sind im Zunehmen. Dies hat natürlich weitreichende Auswirkungen. Der heurige Sommer hat gezeigt, dass anhaltende Hitze und ausbleibende nächtliche Abkühlung Schlafqualität und -quantität beeinträchtigen, wodurch in weiterer Folge Konzentrationsfähigkeit und Arbeitsleistung sinken können. Negative Emotionen wie Angst, Wut, Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit und Verzweiflung nehmen zu. Klimaangst ist der Fachbegriff für alle psychischen Belastungen, die mit dem Klima im Zusammenhang stehen. Junge Menschen sind davon häufiger betroffen als ältere. Klimaangst wird derzeit nicht als psychische Erkrankung eingestuft. Man sieht in ihr eine natürliche Reaktion auf eine mögliche Bedrohungslage. Bleibt die Angst auf einem kontrollierbaren Level, dann kann sie sogar positive Effekte hervorrufen, indem davon Betroffene sich klimafreundlicher verhalten.

Damit sich aus der Angst kein manifestes Krankheitsbild entwickelt, gibt es Tipps zum gesunden Umgang mit den eigenen Gefühlen: die Gefühle wertschätzen und mit anderen teilen, sich auf eigene Bewältigungsstrategien rückbesinnen, sich mit anderen zusammentun (gemeinschaftliches Engagement bewirkt nicht nur viel, sondern stärkt auch die Resilienz), sich informieren und weiterbilden (Wissen hilft, wirksame Möglichkeiten zu finden und entsprechend zu handeln), die Grenze aber auch das Potential der eigenen Einflussmöglichkeiten anerkennen, regelmäßig Achtsamkeit praktizieren (das Konzentrieren auf das Hier und Jetzt sorgt für Ruhe und Entspannung und hilft aus negativen Gedankenspiralen heraus) und zu guter Letzt das Pflegen einer zuversichtlichen Grundhaltung. Führt die Klimaangst zu massiven Symptomen wie Appetitverlust, Schlaflosigkeit und Panikattacken, kann eine Depression oder Angststörung dahinterstecken. Hier ist professionelle Unterstützung unbedingt notwendig.

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