Löffelkraut
Eine vergessene Pflanze mit vielen Wirkungen
Das echte Löffelkraut (lat. Cochlearia officinalis) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Trivialnamen sind auch Bitterkresse, Skorbutkraut oder Löffelblättchen. Der Name rührt von den löffelartigen Grundblättern dieser Heilpflanze her, die sich vor allem durch immunstärkende, entzündungshemmende und blutreinigende Eigenschaften auszeichnet.
Das Löffelkraut ist eine nahezu in Vergessenheit geratene Heilpflanze, obwohl sie früher zum Grundstock der Apotheker gehörte. Die zwei- bis mehrjährige bis zu 30 m hohe Pflanze hat weiße, wohlriechende Blüten. Löffelkraut blüht von April bis in den Sommer hinein, teils bis September. Vor allem die Grundblätter haben eine löffelähnliche Form. Man finde Löffelkraut in vielen Ländern Europas. Das klassische Cochlearia officinalis ist an Küsten und salzhaltige Böden angepasst und daher wächst es wild primär an Meeresküsten. Aber auch an Sümpfen, Bächen und Quellen ist es anzutreffen und es gibt mehrere Unterarten.
Der Name Skorbutkraut deutet bereits darauf hin, dass die Pflanze in früheren Zeiten gegen Vitamin C-Mangel eingesetzt wurde. Sehr zu Recht, denn sie hat einen hohen Gehalt an diesem Vitamin. Löffelkraut wurde dazu eingesalzen und fässerweise mit auf Seereisen genommen. Neben Vitaminen liefert die Pflanze auch Senfölglykoside, Bitterstoffe, Mineralstoffe, ätherische Öle und vieles mehr.
Löffelkraut hat viele Einsatzgebiete. Aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe wirkt es immunstärkend, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, leicht antibakteriell, blutreinigend und harntreibend.
Löffelkraut kann man sehr einfach im eigenen Garten oder im Topf auf dem Balkon anbauen. Die Pflanze ist zweijährig und absolut winterhart. Der Geschmack erinnert an Kresse und man kann die Blätter in Salaten, Pesto, Kräuteraufstrich und Smoothies verwenden.
Wichtige Einsatzgebiete sind:
Stimulierung und Festigung des Zahnfleisches
Entzündungshemmung und Blutstillung im Mund- und Rachenraum
Frühjahrsmüdigkeit und Ermüdung nach großen Anstrengungen
Gicht und Rheuma
Blasen- und Prostataleiden
Immunstärkung
Ekzeme
Schwindel und Übelkeit

