AKTUELL - Gewürze sind mehr als Kochzutaten

Gewürze sind mehr als Kochzutaten

Welche Heilwirkung haben Kümmel und Co

Gewürze und Kräuter sind in der modernen Küche das „Tüpfelchen auf dem i“, um den Speisen den besonderen Geschmack, sozusagen den letzten Schliff, zu verleihen. Doch nicht nur für leckere Speisen sind sie zuständig, denn sie können auch mit den unterschiedlichsten heilkräftigen Wirkungen aufwarten. Entzündungshemmung, Verdauungsförderung, Blähungshemmung – um nur einige davon zu nennen.

Gewürze berühren unsere Sinne in besonderem Maße. Alleine der Duft, den man beim Betreten der Küche wahrnimmt, kann schon ein Wohlgefühl hervorrufen. Da muss noch gar nichts verzehrt worden sein. Und wer schwelgt beim Geruch von Zimt nicht in manch weihnachtlichen Kindheitserinnerungen?

Obwohl Gewürze meist nur in kleinen Mengen konsumiert werden, liefern sie dennoch viele gesunde Substanzen. Schon seit Jahrtausenden verwenden die Menschen die Gewürze nicht nur zur Geschmacksverbesserung, sondern auch aufgrund ihrer gesundheitlichen Vorteile. Sie verbessern die Verdauung, wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Sie unterstützen unser Herz-Kreislauf-System und tragen zur Vorbeugung vieler Krankheiten bei. Daher sollte man beim Kochen nicht mit Kräutern und Gewürzen sparen, sondern sie vielmehr großzügig verwenden.

Basilikum (Ocimum basilicum)

Kaum ein italienisches Gericht kommt ohne den pfeffrigen Geschmack von Basilikum aus. Basilikum hat antibakterielle Eigenschaften, wirkt entzündungshemmend und unterstützt das Herz-Kreislauf-System.

Cayenne-Pfeffer (Capsicum annuum)

Unter Cayenne-Pfeffer versteht man ein Gewürz aus gemahlenen Chilischoten der Gattung Cayenne. Er bringt Schärfe in jede Speise. Verantwortlich dafür sind die sogenannten Capsaicinoide, die nicht nur scharf, sondern auch schmerzstillend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirken.

Ingwer (Zingiber officinale)

Verzehrt man Ingwer roh, spürt man seine Schärfe ganz besonders. Vermengt mit anderen Zutaten in einer Speise verleiht er nicht nur etwas Schärfe, sondern auch ein klein wenig Bitterkeit und Süße. Ingwer hat enorm viele Wirkungen. Er hilft bei allen Arten von Übelkeit, wirkt schmerzlindernd bei Kopfschmerz und Migräne, stärkt das Immunsystem, wirkt antiviral und antibakteriell, regt die Bildung von Magensaft, Speichel und Galle an und hilft bei entzündlichen Prozessen. Ein Ingwertee sorgt für ein angenehmes Wärmegefühl von innen heraus.

Koriander (Coriandrum sativum)

Die frischen Blätter von Koriander schmecken zitrusartig-seifig und werden in der asiatischen, orientalischen sowie lateinamerikanischen Küche verwendet. Die warm-würzigen, milderen Samen und das Pulver passen ideal zu Brot, Gebäck, Currys und Schmorgerichten. Die Inhaltsstoffe der Samenkörner wirken sich besonders positiv auf die Verdauung aus, während das Kraut in der Naturheilkunde und Alternativmedizin in erster Linie zur Ausleitung von Giftstoffen und Schwermetallen eingesetzt wird.

Kurkuma (Curcuma longa)

Mit ihrem unverwechselbaren Geschmack ist die Kurkumawurzel Hauptbestandteil von Currygerichten. Kurkuma schmeckt leicht herb und bitter. Sie zeichnet sich durch entzündungshemmende und verdauungsfördernde Eigenschaften aus. Man empfiehlt die Gelbwurz, so ein anderer Name, bei Arthritis und Verdauungsstörungen.

Muskatnuss (Myristica fragrans)

In der Küche wird normalerweise die frisch geriebene Muskatnuss verwendet, da sich das Aroma leicht verflüchtigt. Sie kommt in Kartoffelgerichten, Suppen und Eintöpfen zum Einsatz, aber ebenso auch bei Kuchen und Keksen.  Die Muskatnuss hat antimikrobielle und schmerzlindernde Eigenschaften. Außerdem kann sie die Leber zur Entgiftung anspornen. Wie fast alle Gewürze wirkt sie natürlich auch bei alltäglichen Verdauungsproblemen.

Petersilie (Petroselinum crispum)

Der frische, säuerliche Geschmack der Petersilie harmonisiert gut mit Kartoffeln aber auch mit vielen anderen Speisen, wo sie am besten erst am Ende der Garzeit zugefügt wird, weil durchs Kochen der Geschmack verloren geht. Die Petersilie wird oft als Garnierung auf dem Teller verwendet. Man sollte sie aber nicht mit dem Teller abservieren lassen, sondern auch verzehren, denn die Petersilie ist eine reiche Quelle an Vitaminen (vor allem Vitamin C und K). Außerdem wirkt sie positiv auf das Herz-Kreislauf-System und hat entwässernde Eigenschaften.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Der an Kiefern erinnernde Geschmack von Rosmarin passt hervorragend zu Kartoffeln, aber auch zu vielen anderen Gerichten. Medizinisch wertvoll ist der Rosmarin aufgrund seiner durchblutungsfördernden und immunstärkenden Eigenschaften. Er reguliert den Kreislauf, vor allem bei niedrigem Blutdruck und wirkt herzstärkend und verdauungsfördernd.

Safran (Crocus sativus)

Safran ist nicht nur ein teures Gewürz, das den Gerichten eine besondere Note und goldgelbe Farbe verleiht, sondern auch ein hervorragendes Heilmittel. Er macht Menschen widerstandsfähiger gegenüber Stress und negativen Umwelteinflüssen. Sein positiver Effekt ist vermutlich auf eine Erhöhung des Serotoninspiegels zurückzuführen. Safran wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und schmerzlindernd sowie auch antidepressiv.

Thymian (Thymus vulgaris)

Thymian schmeckt würzig-herb und leicht bitter. Er wird für mediterrane Speisen, in Suppen und Eintöpfen sowie für Hackbraten und Faschiertes verwendet.  Thymian wirkt antioxidativ, entzündungshemmend, antimikrobiell und wird auch bei Husten empfohlen, da er schleimlösende und bronchienerweiternde Eigenschaften hat.

Zimt (Cinnamomum)

Der Geschmack von Zimt ist einzigartig und mit nichts vergleichbar. Er kommt vor allem in Süßspeisen zum Einsatz und das ist auch ganz gut so, denn Zimt ist ein hervorragendes natürliches Mittel, um erhöhte Blutzuckerwerte zu senken. Zudem wirkt er auch blutfettsenkend und antiseptisch. Zimt kurbelt den Stoffwechsel an, fördert die Verdauung und wirkt entzündungshemmend.

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