SERIE - Laborwerte für Sie erklärt

Laborwerte für Sie erklärt

CRP – der Hinweis auf Entzündungen

Der CRP-Wert, abgekürzt für C-reaktives Protein, ist bei Entzündungen im Körper vermehrt im Blut nachweisbar. Das CRP ist als Teil des Immunsystems für die Entfernung körperfremder Substanzen und abgestorbener Immunzellen zuständig. Der CRP-Wert im Blut gibt Hinweise über Art und Verlauf der Entzündung, allerdings liefert er keine Hinweise, wo im Körper die Entzündung stattfindet.

Das C-reaktive Protein gehört zu den sogenannten Akute-Phase-Proteinen. Dies sind Eiweißstoffe des Immunsystems, die bei einer akuten Entzündung vermehrt ins Blut abgegeben werden. Das CRP wird in der Leber gebildet und im Rahmen der Immun-Antwort bindet es sich an tote Abwehrzellen oder an körperfremde Oberflächen (z. B. von Bakterien) und stellt diese dann den Fresszellen, den sogenannten Makrophagen, zur Verfügung.

Bei einer frischen Entzündung steigt der Wert rasch, innerhalb weniger Stunden, um das 10- bis 100-fache an. Sobald die Entzündung abgeklungen ist, fällt er aber auch rasch wieder ab. Wenn also ein Verdacht auf eine Entzündung im Körper vorliegt (der Patient klagt über Fieber oder über diffuse Schmerzen), wird der Arzt Blut abnehmen, um den CRP-Wert zu bestimmen. Aus der Höhe des Wertes kann er dann Rückschlüsse ziehen, ob ein Infekt besteht, wie schwer er verläuft, ob es sich um eine virale oder bakterielle Infektion handelt (der CRP-Wert ist bei Virusinfekten deutlich niedriger als bei bakteriellen) oder ob die bei bakterieller Entzündung verordnete Antibiotikatherapie Wirkung zeigt. Eine Erhöhung des CRP-Wertes erfolgt auch bei Operationen. Der CRP-Wert ist jedoch nur ein Anhaltspunkt von vielen und ein Fehlen eines erhöhten Wertes schließt nicht zwangsläufig Entzündungsvorgänge aus. Die Interpretation des Wertes muss daher immer im Zusammenhang mit anderen Laborwerten und vor allem auch mit der klinischen Situation des Patienten erfolgen. 

Der Normwert im Blut liegt unter 5 mg/l. Dieser Wert gilt für Männer und Frauen in allen Altersgruppen. Ein Wert von 5-50 weist auf eine virale oder sehr leichte bakterielle Infektion hin. Werte von 50-100 erhärten den Verdacht auf eine bakterielle Entzündung und Werte über 100 sind häufig mit einer schweren, durch Bakterien verursachten, Erkrankung verbunden. So kann es bei Lungenentzündung zu Werten über 400 mg/l kommen.

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