LEXIKON - Baldrian

Baldrian

Das pflanzliche Beruhigungsmittel

Der Baldrian (lateinischer Name: Valeriana officinalis) ist die bekannteste einschlaffördernde und beruhigende Heilpflanze und kommt in ganz Europa vor. In der Nacht wirkt er einschlaf- und durchschlaffördernd und am Tag ausgleichend. Seine schlaffördernde Wirkung beruht auf der erhöhten Ausschüttung des hemmenden Botenstoffes Gamma-Aminobuttersäure, kurz GABA.

Aiuch in früheren Zeiten wurde Baldrian schon als Arzneipflanze verwendet, teils mit sehr unterschiedlichen Anwendungsgebieten. Sogar magische Kräfte wurden ihm nachgesagt.

Baldrian wirkt nicht nur schlaffördernd und beruhigend , sondern er verbessert auch die geistige Leistungsfähigkeit, allen voran die Konzentrationsfähigkeit. Daher ist es sinnvoll, bei Prüfungsangst Baldrian zu verwenden. Von großem Vorteil ist, dass diese Heilpflanze keine Tagesmüdigkeit verursacht. Baldrian hilft bei allen nervös bedingten Beschwerden und Krankheiten. Dazu gehören Herz- und Kreislaufstörungen, nervöse Erregungszustände und psychosomatisch bedingte Krankheiten wie z.B. Magenkrämpfe. Er trägt zur Stabilisierung der Psyche und mentaler Stärke bei. Auch bei der Alkohol- und Nikotinentwöhnung kann Baldrian unterstützen.

Seine wichtigsten Inhaltsstoffe sind die Sesquiterpene. Diese verändern die Funktion und die Erregungsübertragung der sogenannten GABA-Rezeptoren in den Nervenzellen. Das führt zu einer entspannenden und entkrampfenden Wirkung. Die Valerensäure im Baldrian unterstützt diese Wirkung, indem sie die Stoffwechselaktivität der Nervenzellen verändert. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind: ätherische Öle, Bal­driansäure, Flavonoide, hydrophile Lignane, Bitterstoffe uvm.

Meist wird die Wurzel des Baldrians verwendet, die im Herbst (vor allem im Oktober) ausgegraben wird. Aber auch die Blüten haben beruhigende Eigenschaften. Diese erntet man im Juli und August. Sie wirken deutlich milder, riechen dafür sehr angenehm. Ein Teeaufguss aus selbst geernteten Blüten am Abend erfreut das Gemüt und trägt zum guten Einschlafen bei.

Die wichtigsten Einsatzgebiete:
●   nervöse Erregungszustände
●   nervöse Schlaflosigkeit
●   nervöses Herzklopfen

 

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