LEXIKON - Gundelrebe

Gundelrebe

Der Erdefeu hilft bei der Entgiftung

Die Gundelrebe (Glechoma hederacea, Gundermann) gehört zu den Lippenblütlern. Sie wächst ähnlich wie Efeu und kriecht über den Boden und rankt an Zäunen. Daher hat sie auch den Namen Erdefeu. Ihre Triebe werden bis zu einem Meter lang. Die Gundelrebe wächst unauffällig in naturbelassenen Gärten und in der freien Natur. Man findet die Gundelrebe in ganz Europa und in Nordasien.

Kaum einer kennt sie, obwohl diese Pflanze eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und die Küche ist. Man verwendet von dieser Pflanze die Blätter. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Gerbstoffe und Bitterstoffe sowie die schleimlösenden Saponine. Die Gundelrebe wirkt entzündungshemmend, wundheilend, schleimlösend, harntreibend und stoffwechselanregend. Sie beeinflusst zudem auch das Leber-Galle-System positiv.

Zu ihren wichtigsten äußerlichen Einsatzgebieten gehören schlecht heilende Wunden. Innerlich angewendet bringt der Gundermann den Stoffwechsel in Schwung und hilft bei allen chronischen sowie langwierigen Krankheiten. So können z.B. chronischer Husten und Schnupfen sowie Blasen- und Nierenschwäche mit Gundelrebe behandelt werden.

Gundermann-Tee hat eine lange Tradition zur Vorbeugung von Bleivergiftungen (Maler, Büchsenmacher). Die Gundelrebe bindet Schwermetalle und hilft so bei der Entgiftung. Auch Pestizide können mit Hilfe der Gundelrebe ausgeschieden werden. Als Räucherwerk reinigt sie Körper, Seele und Geist.

In der Rekonvaleszenz eignet sich die Gundelrebe hervorragend als Küchenkraut, das den Stoffwechsel in Gang bringt und die Erholung fördert. Zur Unterstützung einer Frühjahrskur und bei Stoffwechselerkrankungen kann Gundelrebe gute Dienste leisten. Sie kann auch sehr gut zur Pflege des Lymphsystems eingesetzt werden.

Die wichtigsten Einsatzgebiete sind:
• Entzündungshemmung   
• chronische Bronchitis und Schnupfen   
• chronische Nieren- und Blasenleiden   
• Stoffwechselanregung   
• Lymphreinigung

 

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