LEXIKON - Zink

Zink

Kann die Erkältungsdauer reduzieren

Halsschmerzen, Husten, Schnupfen – Erkältungskrankheiten zählen zu den häufigsten Gründen für Krankmeldungen und es dauert mindestens 1 Woche, bis die Krankheit überstanden ist. Bettruhe, vitalstoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr reichen meist aus, um die Genesung zu fördern. Ein Vitalstoff hat sich in letzter Zeit als besonders hilfreich erwiesen: Zink.

Da Zink für Wachstum und Regeneration von Körperzellen wichtig ist, macht sich ein Mangel vor allem dort bemerkbar, wo sich Zellen häufig erneuern: Haut, Gehirn- und Nervensystem, Immunsystem, Geschlechtsorgane. Ein Mangel an Zink führt zu schlechter Haarqualität, vorzeitigem Haarausfall, ekzematösen Hautveränderungen und weißen Flecken auf den Fingernägeln. Typische Symptome sind auch Wundheilungsstörungen, Immunschwäche und dadurch erhöhte Infektanfälligkeit.

Durch die Zufuhr von Zink kann man, so die Experten, die Dauer einer Erkältung um ca. ein Drittel verkürzen. Wichtig dabei ist, dass man Zink innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der Symptome nutzt. Zink beeinflusst das Immunsystem auf verschiedene Weise. Sowohl die zelluläre als auch die humorale Abwehr sind auf Zink angewiesen. Besonders wichtig ist die Verbesserung der Funktion der Makrophagen (große Fresszellen). Diese weißen Blutkörperchen „fressen“ körperfremdes Material wie z.B. Bakterien. Wir brauchen Zink, damit sich die Lymphozyten vermehren und wachsen. So ist z.B. die Bildung von Thymolin, ein für die Reifung von T-Lymphozyten essentieller Eiweißstoff, ein zinkabhängiger Prozess. Zink unterstützt die Cytokinproduktion und die Komplement­aktivierung und besitzt auch antivirale Wirkung. Die prophylaktische Gabe von Zink zur Abwehr von viralen Infekten ist besonders wichtig, da ja Viren medikamentös kaum therapierbar sind. Bei mehr als 40 verschiedenen Viren kann mit Hilfe von Zink eine Hemmung der Aktivität erzielt werden. Dazu gehören Influenza-, Hepatitis- und Herpes-Viren. Aber Zink kann noch mehr. Es wirkt antioxidativ, fördert die Entgiftung, ist Bestandteil des Insulins und wirkt günstig auf die Psyche.

Zu den Nahrungsmitteln, die besonders reich an Zink sind, zählen: Krebse, Muscheln, Austern, Fisch, Fleisch, Innereien und Milchprodukte. Aus tierischer Nahrung wird Zink besser resorbiert (aufgenommen) als aus pflanzlicher, da die in den Pflanzen enthaltenen Phytate die Aufnahme hemmen.

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