SERIE - Mikronährstoffe für die Augen

... für die Augen

Wie können wir die Sehkraft unterstützen

Unsere Augen sind durch die heutige Lebensweise besonders beansprucht. Die Arbeit am Computer, der Blick auf’s Handy, Fernseher, leuchtende Reklametafeln – all das strengt unsere Augen an. Zusätzliche Belastung erfahren sie durch trockene Luft durch Klimaanlagen und Rauch. Natürlich spielt auch das Alter eine Rolle und die Sehkraft nimmt mit den Jahren sukzessive ab.

Zum Auge gehören die Hornhaut, die Regenbogenhaut (Iris), die Augenlinse, der Glaskörper und die Netzhaut (Retina). Der Sehnerv verbindet das Auge mit dem Gehirn. In der Netzhaut befinden sich die Sehzellen und die Macula lutea (Gelber Fleck). Diese ist die Stelle des stärk­sten Sehens mit den meisten Sehzellen.

Freie Radikale belasten den gesamten Organismus – die Augen jedoch besonders. Diese aggressiven Substanzen entstehen entweder als Nebenprodukt des Stoffwechsels oder werden exogen verursacht durch Umwelteinflüsse wie z.B. UV-Strahlen, Pestizide etc. Die stetige Lichtexposition trägt dazu bei, dass besonders viele Freie Radikale im Auge gebildet werden. Die Natur hat deshalb die Augen mit einer hohen Konzentration antioxidativer Stoffe ausgestattet. Mittels zusätzlicher Antioxidantien kann man dieses System des Augenschutzes noch unterstützen.

Durchblutungsstörungen können nicht nur im Gehirn oder am Herzen auftreten, sondern auch an den Augengefäßen. Hohe Homocysteinspiegel verstärken die Gefahr einer Arteriosklerose und können außerdem im Zusammenhang mit der Entwicklung von Grünem und Grauem Star stehen. Reaktionsprodukte des Homocysteins wirken zytotoxisch und entzündungsfördernd und können eine direkte Schädigung des Sehnervs und eine Trübung der Augenlinse bewirken. Bluthochdruck und Diabetes sind weitere Risikofaktoren für die Entstehung einer Augenerkrankung.

Häufigste Augenerkrankungen

Der Graue Star (oder die Katarakt) ist eine Trübung der Augenlinse, die in den meisten Fällen altersbedingt ist. Ist die Linsentrübung sehr weit fortgeschritten, dann kann man eine graue Färbung hinter der Pupille erkennen. Grauer Star äußert sich in Verschwommensehen und zunehmender Blendempfindlichkeit. Durch die diffuse Streuung wird der Bildkontrast reduziert und der Patient nimmt die Umgebung wie durch einen Nebel wahr. Bei einem fortgeschrittenen Grauen Star kann operativ die getrübte Linse durch eine künstliche Linse ersetzt werden.

Der Grüne Star (oder das Glaukom) ist keine einheitliche Erkrankung, sondern es handelt sich dabei um eine irreversible Schädigung von Nervenfasern aus unterschiedlichsten Ursachen. Bei fortgeschrittenem Glaukom kommt es zu Gesichtsfeldausfällen (Skotome) und im Endstadium zur Erblindung. Früherkennung ist sehr wichtig, um die Sehnervschädigung so klein wie möglich zu halten. Neben einem erhöhten Augeninnendruck (bei ca. 40% der Fälle) gibt es verschiedene andere Ursachen wie z.B. gestörte Mikrozirkulation (oxidativer Stress, Diabetes mellitus), starke Blutdruckschwankungen, genetische Veranlagung …

Die altersbedingte Maculadegeneration (AMD) gibt es in zwei Formen. Die trockene AMD (90% der Fälle) wir durch eine Atrophie der Sehzellen im Bereich des gelben Fleckes ausgelöst. Bei der feuchten AMD kommt es zu einem Einwachsen pathologischer Blutgefäße in die Aderhaut und der Ausbildung eines Ödems. Die Maculadegeneration erkennt man an einer Sehfeldeinschränkung (verschwommener Fleck) in der Mitte des Gesichtsfeldes, die Peripherie bleibt erhalten. Aus der trockenen Form kann sich aber die feuchte Form entwickeln.

Die diabetische Retinopathie ist eine Netzhauterkrankung, die durch erhöhten Blutzucker ausgelöst wird. Die Schädigung der Netzhaut kann ebenfalls bis hin zur Erblindung führen. Daher ist es wichtig, den Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus im Normbereich zu halten.

Welche Vitalstoffe sind für die Augen zu empfehlen?

Das Augenvitamin A ist unmittelbar für den Sehvorgang notwendig, denn es ist Baustein des Sehpurpurs und nur mit Vitamin A können Lichtreize in Nervenimpulse umgewandelt werden. Antioxidantien wie Vitamin C, E, Beta-Carotin, Zink, Lutein, Lycopin, Zeaxanthin, Anthozyane, Cryptoxanthin uvm. sind wichtig für den oxidativen Schutz der Netzhautzellen und der Augenlinse. Lutein und Zeaxanthin gelten als maculaspezifische Carotinoide. Sie sind auch für die Gelbfärbung des gelben Fleckes verantwortlich. Sie können das gefährliche  Blaulicht filtern und besitzen eine neuroprotektive Wirkung. Reicht der natürliche Gehalt an Radikalfängern nicht aus, können durch die schädliche Licht-Sauerstoffreaktion Lipofuszine entstehen. Dies sind Ablagerungsprodukte, die die Netzhaut schädigen.Auch die Omega-3-Fettsäure DHA hat günstigen Einfluss auf die Augengesundheit. Eine groß angelegte Studie hat gezeigt, dass Menschen mit ausreichender Versorgung an Omega-3-Fettsäuren deutlich weniger AMD hatten also solche mit einer geringen Aufname an dieser Fettsäure. DHA unterstützt die nervale Reizweiterleitung und sorgt für den Erhalt der Zellmembranintegrität in den Sehzellen. Zink spielt nicht nur als Antioxidans eine Rolle sondern ist auch am Sehvorgang beteiligt. Es sorgt unter anderem für die Dunkel­anpassung des Auges.
Ein zu hoher Homocysteinspiegel kann mit Hilfe der Vitamine B6, B12 und Folsäure günstig beeinflusst werden und die Mineralstoffe Zink und Chrom unterstützen den Blutzuckerstoffwechsel und beugen somit Diabetes mellitus vor.

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