LEXIKON - Teebaum-Öl

Teebaum-Öl

Das natürliche Antibiotikum

Der in Australien beheimatete Teebaum (Melaleuca alternifolia) war für die Aborigines eine wichtige Medizinpflanze. Das Wissen um die heilkräftigen Eigenschaften wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Er ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum und zählt zu den Myrtengewächsen. Für die Destillation des Teebaumöls werden die Blätter und Zweigspitzen verwendet.

Die Ureinwohner Australiens setzten die Blätter des Teebaums als Wundauflage ein. Zur Behandlung von Erkältungen und Fieber inhalierten sie den Dampf von in Wasser gekochten, zerkleinerten Blättern.


Durch diese traditionelle Anwendung der Blätter aufmerksam geworden, befassten sich auch Wissenschaftler mit dem Teebaumöl und 1925 gelang es, das Teebaumöl zu destillieren. Dies war eine bahnbrechende Erfindung, denn nun hatte man ein Mittel mit starken bakteriziden und fungiziden Eigenschaften in der Hand. Teebaumöl wurde zu einem Standardantiseptikum. Durch die Erfindung des Penicillins geriet es in Vergessenheit und wurde erst durch die Hinwendung zu mehr Naturprodukten in den 70er Jahren wieder aus dem Dornröschenschlaf erweckt.

Teebaumöl gilt seitdem als ein natürliches Antibiotikum, das aber nicht nur gegen Bakterien wirksam ist, sondern auch gegen Viren und Pilze eingesetzt werden kann. Teebaumöl stärkt zudem das Immunsystem und macht es so den Krankheitserregern zusätzlich schwerer, im Körper Fuß zu fassen.Das ätherische Öl des Teebaums enthält eine große Zahl an Wirkstoffen. Die wichtigsten sind: Terpinen-4-ol, Terpinen, Terpineol, Pinen, Myrthen, Limonen, Cineol, …

Teebaumöl kann bei einer Vielzahl von Beschwerden hilfreich sein: Akne, Abszesse, Candida-Infektionen (vor allem im Bereich des Darmes), Ekzeme, Erkältungen, Halsschmerzen, Hautausschläge, Harnwegsinfekte, Helicobacter pylori-Infektionen (wird u. a. für Gastritis verantwortlich gemacht), Mundschleimhautentzündungen, Zahnfleischbeschwerden ...

eebaumöl kann äußerlich und innerlich angewendet werden. Das Haupteinsatzgebiet bei der inneren Anwendung ist neben der Immunstärkung in erster Linie die Darmsanierung. Candida albicans-Infektionen des Magen-Darm-Traktes sind hier genauso zu nennen wie durch Helicobacter pylori verursachte Entzündungen. Da bei allergischen Hautproblemen (wie z.B. Neurodermitis) häufig auch ein krankes Darmmilieu zu finden ist, wird hier ebenfalls Teebaumöl empfohlen.

Äußerlich wird Teebaumöl zum Beispiel bei Pickel angewendet. Dazu wird das Teebaumöl am besten mit Basisöl vermischt (im Verhältnis 30 Tropfen auf 100ml). Es wird auch im Kampf gegen Pilze eingesetzt. Nagelpilz kann direkt betropft werden, bei Fußpilz nimmt man ein warmes Fußbad mit 15 Tropfen des Öls. Für Mundspülungen bei Mundgeruch oder Parodontose sowie zum Gurgeln bei Halsschmerzen einfach ein paar Tropfen des Teebaumöls in ein Glas warmes Wasser geben.

In der Aromatherapie findet Teebaumöl ebenso Anwendung. Es wirkt nicht nur antimikrobiell, sondern bekämpft auch Angst- und Stresszustände, denn Teebaumöl hat eine stark psychische Wirkung. Das ätherische Öl des Teebaums gibt Kraft und Entschlossenheit, hilft bei Erschöpfungszuständen und stärkt das Selbstvertrauen.

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