LEXIKON - Papayakerne

Papayakerne

Warum sie nicht in der Mülltonne landen sollen

Die gesundheitlichen Vorzüge der Papaya sind allen bekannt, die Kerne der geschmackvollen Frucht werden jedoch meist achtlos in den Müll geworfen. Das sollte nicht sein, denn in diesen steckt eine enorme Kraft. Papayakerne enthalten eiweißspaltende Enzyme (Papain), wertvolle Senfölglycoside, Oleinsäure, Flavonoide, Palmitinsäure uvm. Dieser Mix macht sie zu einem wertvollen Heilmittel.

Das eiweißverdauende Enzym Papain unterstützt die Verdauung des Nahrungseiweißes, beschleunigt den Heilungsprozess bei entzündlichen Erkrankungen aller Art, verbessert die Durchblutung, wirkt schmerzlindernd und hilft bei der Reinigung der Gewebe und Darmwände. Die Senfölglykoside sind antibakteriell, antiviral, fungizid und antioxidativ wirksam und haben immunstärkende sowie durchblutungsfördernde Eigenschaften.

Eine der wichtigsten Eigenschaften der Papayakerne sind die antiparasitäre und die antimikrobielle Wirkung. Papayakerne sind ein ausgezeichnetes Mittel gegen Würmer und Pilze im Darm. Kurweise eingenommen helfen die Papayakerne dabei, den Darm von Parasiten frei zu halten. Sie wirken dabei auf doppelte Weise. Zum einen helfen sie, die Parasiten zu vernichten, zum anderen machen sie es den Parasiten durch immunstärkende Wirkung schwer, den Darm zu besiedeln.

Papayakerne wirken nicht nur gegen Parasiten sondern auch gegen Pilze und Bakterien. So zeigte sich in einer Untersuchung in Äthiopien, dass Papayakerne gegen Bakterien wie Staphylococcus, Salmonella oder Pseudomonas wirksam sind. Bakterien, die die unterschiedlichsten Infektionen auslösen (Harnwegsinfekte, Hautinfekte, Lungenentzündung, ….).

Die Papayakerne unterstützen die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion. So wird dieses wichtige Organ entlastet und geschützt und sogar die Regeneration gefördert. Meist wird empfohlen, 5 Stück Papayakerne 3 bis 5 mal täglich zu kauen – am besten 2 Stunden nach den Mahlzeiten. Beim Papayakern-Pulver entspricht eine Menge von 300 mg in etwa 15 Kernen.

Während einer Schwangerschaft sollten unreifes Fruchtfleisch und Papaya-Samen vorsorglich nicht in größeren Mengen zu sich genommen werden, da es Hinweise über die Anwendung von unreifen Papaya-Früchten und Papaya-Samen als Abtreibungsmittel gibt (von den Indianern Mittelamerikas und den Naturvölkern in Indien und Papua-Neuguinea).

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