SERIE - Mikronährstoffe für die Niere

Mikronährstoffe für die Niere

Die Niere - das wichtige Ausscheidungsorgan

Unsere Niere ist, so wie auch die Leber, für die Ausscheidung schädlicher Stoffwechselprodukte wichtig. Im Gegensatz zur Leber allerdings kann die Niere sich nicht so gut regenerieren und einmal entstandene Schäden können nur selten vollständig behoben werden. Grund genug, sich auch mit diesem Organ einmal näher zu befassen und an regelmäßige Nierenreinigung zu denken.

Chronische Nierenerkrankungen, bei denen sich die Abfallprodukte des Stoffwechsels im Organismus ansammeln, sind bei alternden Erwachsenen gar nicht so selten (etwa 4% der Bevölkerung) und man geht davon aus, dass die Häufigkeit ansteigen wird. Durch die Ansammlung von „Abfallstoffen“ werden die Organe und Funktionssysteme in Mitleidenschaft gezogen und das Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben, steigt stark an.

Die Niere ist ein paariges, bohnenförmiges Organ, das sich seitlich der Wirbelsäule etwas unterhalb des Rippenbogens befindet und teilweise von der 11./12. Rippe bedeckt wird. Die 3 Hauptaufgaben der Niere sind: Ausscheidung, Regulation und Produktion. Pro Minute fließen in etwa 1,2 l Blut durch die Niere. Dieses wird in den Nephronen (funktionelle Einheiten aus Nierenkörperchen und Nierenkanälchen) der Nierenrinde gefiltert und der Primärharn (ca. 180 l am Tag) gewonnen. Dieser Primärharn durchläuft nun mehrere Stationen und es werden Wasser, Eiweiße und Zucker zurückgewonnen und nur etwa 1,8 l Harn verlassen täglich den Körper. Die harnpflichtigen giftigen Stoffe wie z.B. Ammoniak, Harnsäure, Harnstoff und Kreatinin werden mit dem Harn ausgeschieden. Ist die Funktion der Nieren gestört, so häufen sich diese Stoffe an und führen zu Schädigungen.

Neben dieser blutreinigenden Funktion sorgt die Niere für die Regulation des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes, da sie bedarfsgerecht Wasser und Mineralsalze ausscheidet oder zurückhält. Auch für die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichtes ist die Niere von Bedeutung. Als Produktionsorgan spielt die Niere ein Rolle in der Bildung von blutdruckregulierenden Hormonen und von Erythropoetin (für die Bildung der roten Blutkörperchen wichtig) sowie in der Aktivierung von Vitamin D.

Neben dieser blutreinigenden Funktion sorgt die Niere für die Regulation des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes, da sie bedarfsgerecht Wasser und Mineralsalze ausscheidet oder zurückhält. Auch für die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichtes ist die Niere von Bedeutung. Als Produktionsorgan spielt die Niere ein Rolle in der Bildung von blutdruckregulierenden Hormonen und von Erythropoetin (für die Bildung der roten Blutkörperchen wichtig) sowie in der Aktivierung von Vitamin D.

Was kann man vorbeugend tun?

Manche Nährstoffe haben günstigen Einfluss auf die Funktion der Nieren. Im Rahmen ihrer Entgiftungsfunktion ist die Niere starkem oxidativem Stress (Belastung durch Freie Radikale) ausgesetzt und daher ist die ausreichende Versorgung mit Antioxidantien wichtig. Forscher haben herausgefunden, dass Co-Enzym Q10 das Fortschreiten von Nierenerkrankungen im Endstadium verringern oder sogar umkehren kann. Die vitaminähnliche Substanz Q10 erhöht die antioxidative Kapazität des Körpers.

Vitamin E hat ebenfalls starke antioxidative Wirkung und auch hier haben Studien nachgewiesen, dass dieses Vitamin das Nierenversagen verlangsamen kann und Tocopherol als Begleittherapie zur Verlängerung der Nierenfunktion sinnvoll ist. Ein weiterer antioxidativ wirkender Vitalstoff ist die Alpha-Liponsäure (auch als Lipoidsäure bezeichnet). Sie ist sowohl fett- als auch wasserlöslich und kann daher in jedem Teil der Zelle ihre antioxidative Wirkung entfalten. Studien deuten darauf hin, dass die Liponsäure die Nieren sicher und wirksam vor toxischen Schädigungen schützen kann.

Flüssigkeitszufuhr ist für die Niere wichtig, denn sie soll ja genügend Harn produzieren können, um ihrer Entgiftungsfunktion nachzukommen. Am besten ist es, die Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee (ungesüßt) zu sich zu nehmen. Wenn man einen Teil der täglichen Trinkmenge mit einem Schuss frischem Zitronensaft vermischt, dann kann man auch Einiges gegen Nierensteine tun. Die Citrate im Zitronensaft können nämlich beginnende Steine (Harnsäure-, Cystein- oder calciumhaltige Steine) regelrecht auflösen. Besteht jedoch bereits eine Nierenschwäche, muss man beim Trinken Vorsicht walten lassen und am besten mit dem Arzt die Trinkmenge besprechen.

Heilpflanzen, die die Entwässerung fördern, sind ebenfalls für eine Nierenkur geeignet. Dazu gehören etwa Birke, Brennnessel, Goldrute, Schachtelhalm und Hauhechel. Die Goldrute wird seit Jahrhunderten in Europa zur Behandlung von Infektionen der Harnwege und von Nierensteinen verwendet. Sie wirkt harntreibend, antioxidativ sowie antibakteriell.

Pyridoxamin (eine Form des Vitamin B6) schützt die Nieren, denn es bekämpft die Bildung von AGE (Advanced Glykation End Product), eine unumkehrbare Eiweiß-Zucker-Verbindung, die im Stoffwechsel entsteht und auch über die Nahrung aufgenommen wird. AGE steht in engem Zusammenhang mit Arteriosklerose und wird auch für die diabetischen Folgeschäden z.B. an der Niere verantwortlich gemacht. Auch Carnosin kann die Bildung von AGE verhindern.

Wie bereits erwähnt, ist die Niere für die Aktivierung des Vitamin D zuständig. Daher kann es bei beginnender Nierenfunktionsstörung zu einem Vitamin D-Mangel kommen und eine zusätzliche Vitamin D-Versorgung kann nötig werden.

Da Diabetes und Übergewicht Risikofaktoren für die Entstehung einer Nierenerkrankung sind, ist deren Vorbeugung natürlich sehr wichtig. Auch ein hoher Blutdruck führt über die Jahre hin zu einer Belastung und Schädigung der Niere. Während einer Nierenkur sollte man auf Alkohol verzichten.

© 2012 - 2021 BIOBlick - Verein für Ernährung und Gesundheit - Alle Rechte vorbehalten.