LEXIKON - Hopfen

Hopfen

Nicht nur für die Bierherstellung von Bedeutung

Biertrinkern ist der Hopfen natürlich wohlbekannt. Er ist es, der dem Bier den herben Geschmack verleiht. Auch die zum Teil beruhigenden Eigenschaften von Bier sind auf den Hopfen zurückzuführen. Und hier sind wir schon bei der Tatsache, dass Hopfen also nicht nur für die Bierbrauerei wichtig, sondern auch ein wertvolles pflanzliches Heilmittel  ist.

Der Hopfen (lat. Humulus lupulus) kommt wild und kultiviert in großen Teilen Europas vor. Der Hopfen ist eine Kletterpflanze und hat weinlaubähnliche gezackte Blätter. In den Sommermonaten blüht der Hopfen, wobei die männlichen Blüten eher klein sind und in Trauben hängen. Die größeren weiblichen Blüten entwickeln sich zu den hübschen gelbgrünen Blütendolden, auch Hopfenzapfen genannt, die weithin sichtbar sind. Nur diese weiblichen Zapfen werden zum Bierbrauen und zu Heilzwecken verwendet.

Schon seit dem Mittelalter wird Hopfen als Beruhigungsmittel geschätzt. Er gilt als mildes Sedativum und schlafanbahnend. Er wirkt allgemein beruhigend und entspannend sowie angstlösend. Bei Schlaflosigkeit, verbunden mit Verdauungsbeschwerden, nervösem Reizmagen sowie bei nervösen Störungen bei älteren Menschen wird Hopfen gerne angewendet. Es ist nicht genau bekannt, welche Inhaltsstoffe für die Wirkung verantwortlich sind. Sicherlich tragen die Bitterstoffe des Hopfens dazu bei. Daneben enthält er ätherische Öle, Beta-Sitosterol, Flavonoide, Polysaccharide uvm.

Hopfen weist auch antibakterielle Eigenschaften auf und er wirkt blutreinigend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Die Bitterstoffe stimulieren die Magensaftsekretion und daher wir Hopfen volksmedizinisch nicht nur bei Schlafstörungen und zur Beruhigung sondern zudem bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Hopfen enthält auch sogenannte Phytoöstrogene (wie z.B. Bita-Sitosterol) und kann daher in den Wechseljahren hilfreich sein. Man sollte Hopfen allerdings erst im späteren Klimakterium anwenden, da im Wechsel zunächst ein Progesteron- und erst später ein Östrogenmangel auftritt.

Die wichtigsten Einsatzgebiete von Hopfen:
●    Schlaflosigkeit & Angstzustände
●    Nervöse Magenbeschwerden
●    Wechseljahre

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