LEXIKON - Passionsblume

Passionsblume (Passiflora incarnata)

Schönheit nutzt den Nerven

Die Passionsblume ist eine bis zu 10 Meter hoch wachsende Kletterpflanze mit besonders schönen Blüten. Sie ist im Süden der USA, Mexiko, den Bermudainseln und den Antillen heimisch und war bereits bei den Indianern wegen ihrer beruhigenden Wirkung als Heilpflanze beliebt. Die europäische Heilpflanzenkunde schätzt die Passionsblume jedoch ebenso.

Denn die Passionsblume wirkt krampf- und angstlösend und kann daher bei zahlreichen nervös bedingten Beschwerden eingesetzt werden. So zählen nervlich bedingtes Herzrasen und Herzrhythmusstörungen zu den Einsatzgebieten.

Die Symptome von Reizdarm und Reizmagen sowie depressiver Verstimmungen können gebessert und nervöse Unruhezustände gelindert werden, ohne dass die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit herabgesetzt wird. Die Passionsblume wirkt mild sedativ und schlaffördernd. Sowohl Erwachsene als auch Kinder können dieses milde Beruhigungsmittel verwenden.

Da die Wechseljahre häufig durch Schlafstörungen und nervöse Unruhe gekennzeichnet sind, hilft die Passionsblume in dieser Zeit ebenso. Zudem enthält sie Phytohormone, die ausgleichend wirken. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Protocatechusäure, Kaffesäure, p-Hydroxybenzoesäure und eine geringe Menge an ätherischem Öl.

Es gibt mehr als 400 verschiedene Passionsblumenarten. Die als Heilpflanze bedeutendste ist Passiflora incarnata. Verwendet werden die Blätter dieser Heilpflanze für Tees und Tinkturen. Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Da es keine Erfahrungen bezüglich der Verträglichkeit in der Schwangerschaft gibt, sollte aber auf die Passionsblume während Schwangerschaft und Stillzeit verzichtet werden.

Ihren Namen verdankt diese Blume der Assoziation ihrer Blüte mit der Passion Christi. So wird z.B. die Nebenkrone der Blüte als Dornenkrone beschrieben, die Staubblätter symbolisieren die Wundmale und die Narben die Kreuzigungsnägel.

Einsatzgebiete der Passionsblume

  • Einschlafstörungen
  • Nervöse Unruhezustände
  • Nervöse Magenbeschwerden
  • Nervöse Herzbeschwerden
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