LEXIKON - Osteoporose

Osteoporose

Wenn der Knochen altert

Die Osteoporose, der Knochenschwund, ist die häufigste Knochenerkrankung im Alter. Die Knochenstruktur ist verändert und Brüche können die Folge sein. Unter Osteoporose versteht man den Verlust bzw. die Verminderung von Knochensubstanz und –struktur, wodurch der Knochen an Stabilität verliert. Meist als Frauenkrankheit angesehen, kann sie aber auch Männer treffen.

Man kann sich Osteoporose wie eine Stahlbeton-Konstruktion vorstellen. Wird der Beton bröckelig und der Stahl beginnt zu rosten, dann sinkt die Stabilität. Ähnlich ist es beim Knochen. Geht im Alter die mineralische Substanz verloren und die Qualität der Verstrebungen lässt nach, dann nimmt die Fragilität zu. Bei Osteoporose ist das Verhältnis von Knochenabbau (durch die sogenannten Osteoklasten) zu Knochenaufbau (durch die sog. Osteoblasten) stärker Richtung Knochenabbau verschoben, als es dem Alter entsprechen würde. Meist wird eine Osteoporose erst erkannt, wenn es zu einem Knochenbruch kommt. Besser wäre es jedoch, schon früher eine Osteoporose zu diagnostizieren, um durch entsprechende Maßnahmen ein Fortschreiten zu verhindern. Auch prophylaktisch kann man Einiges tun, um den Knochenschwund hinauszuzögern.

Wichtigstes Hilfsmittel zur Feststellung einer Osteoporose ist die Knochendichtemessung, wobei mit Hilfe gering dosierter Röntgenstrahlen der mineralische Gehalt der Knochensubstanz bestimmt wird. Der erhaltene Wert wird mit dem Mittelwert junger, prämenopausaler Frauen verglichen. Bei geringer Abweichung spricht man von Osteopenie, bei stärkerer von Osteoporose. Die häufigsten Ursachen von Osteoporose sind Calcium-Mangel, Vitamin-D-Mangel, Bewegungsmangel, Östrogenmangel (Östrogene stimulieren die knochenaufbauenden Zellen) und Osteoporose-auslösende Medikamente. Daneben gibt es aber noch viele weitere Ursachen, auch eine genetische Veranlagung ist möglich.

Mit zunehmendem Alter ist die ausreichende Versorgung mit Vitamin D und Calcium sehr wichtig. Neue Erkenntnisse zeigen, dass neben Vitamin D auch Vitamin K von großer Bedeutung für den Knochenstoffwechsel ist. Das mit Hilfe von Vitamin D produzierte Protein Osteocalcin (BGP= Bone-GLA-Protein) muss mittels Vitamin K aktiviert werden, damit es aktiv im Knochen Calcium binden kann.

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